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Berufsunfähigkeitsversicherung als sinnvolle Absicherung

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August 2, 2011 at 1:56 pm

Die Berufsunfähigkeitsversicherung zählt zu den unverzichtbaren Versicherungen und trotzdem hat hierzulande nur jeder fünfte Arbeitnehmer eine entsprechende Assekuranz abgeschlossen. Grund für die mangelhafte Vorsorge sind die noch immer eklatanten Wissenslücken über die Notwendigkeit dieser Versicherungsart und die Fehleinschätzung des persönlichen Risikos, berufsunfähig zu werden. Nur knapp jeder zehnte Arbeitnehmer ist sich des Risikos bewusst, durch eine unvorhergesehene Erkrankung den eigenen Job für immer an den Nagel hängen zu müssen. Tatsächlich wird jedoch beinahe jeder vierte Arbeitgeber in Deutschland vorzeitig erwerbsunfähig. Verstärkte Aufklärungsarbeit der Versicherungsbranche ist deswegen gefragt.

Anspruch auf gesetzliche Erwerbsunfähigkeitsrente gering

Unfälle, schwere Erkrankungen und anderen Gründe können dazu führen, dass einst agile und leistungsfähige Mitarbeiter von einem auf den anderen Tag aus dem Erwerbsleben gerissen werden, ihre berufliche Tätigkeit nicht mehr ausführen können und somit auch keinen Anspruch mehr auf Gehalt haben. Zwar sind Arbeitnehmer in Deutschland theoretisch in der gesetzlichen Rentenversicherung gegen Berufsunfähigkeit abgesichert, praktisch wird die gesetzliche Erwerbsminderungsrente allerdings nur noch bei vollständiger Erwerbsunfähigkeit gezahlt. Arbeitnehmer, die nach 1961 geboren sind sowie Hausfrauen, Studenten und Selbstständige hoffen im Falle einer Erwerbsunfähigkeit vergeblich auf finanzielle Unterstützung vom Staat. Deswegen ist es unverzichtbar, für den Ernstfall privat vorzusorgen und eine günstige Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen.

Nach dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt der Versicherte monatliche Beiträge, die der Versicherer anhand der persönlichen Lebensumstände des Versicherungsnehmers individuell berechnet hat. Unter anderem beeinflussen das Eintrittsalter und der Gesundheitszustand des Versicherten die Höhe der monatlichen Beiträge. Je früher die Versicherung abgeschlossen wird, desto vorteilhafter fallen die Konditionen in der Regel aus. Auch der ausgeübte Beruf und das damit verbundene Unfall- und Erkrankungsrisiko wirken sich auf die Versicherungskonditionen aus. So müssen handwerklich tätige Versicherte mit höheren Beiträgen rechnen als Büroangestellte.

Rentenzahlung an Lebensumstände anpassen

Der monatliche Versicherungsbeitrag hängt zudem davon ab, wie hoch die monatliche Rente ausfallen soll, die der Versicherer im Falle der Erwerbsunfähigkeit zahlt. Die Höhe der im Schadensfall gezahlten Rente kann der Versicherungsnehmer vor Vertragsabschluss selbst festlegen. Die Berufsunfähigkeitsrente sollte den Versicherten finanziell ausreichend absichern und mindestens 75 Prozent des bisherigen Nettoeinkommens aus der beruflichen Tätigkeit betragen. Wie hoch der Rentensatz genau veranschlagt wird, hängt natürlich von den persönlichen Lebensumständen des Versicherten ab. Alleinlebende mit anderweitigen finanziellen Rücklagen benötigen weniger Berufsunfähigkeitsrente als jüngere Erwerbstätige mit Familie.

Vor dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung fragt der Versicherer in der Regel nach bestehenden Vorerkrankungen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen, um das Schadensrisiko kalkulieren zu können. Fragen zum vergangenen und aktuellen Gesundheitszustand sollten stets wahrheitsgemäß beantwortet werden. Bei falschen oder unvollständigen Angaben kann das Versicherungsunternehmen auch noch nach Jahren den bestehenden Vertrag anfechten oder aufkündigen. Die bereits geleisteten Zahlungen darf der Versicherer dann meist einbehalten.

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